Jeder kennt die tapferen Samurai-Krieger aus den alten, japanischen Kinofilmen. Auch das Judo geht auf deren Kampftechniken, nämlich auf die alte Form des Jiu-Jitsu, zurück. Die Kampfkunst hat sich über die Jahre stetig weiterentwickelt bis hin zum modernen Judosport, der auf der ganzen Welt betrieben wird.

Der Begründer des Judo

Kano Jigoro war ein Schüler der größten und angesehensten Meister des Jiu-Jitsu seiner Zeit. Der wissbegierige junge Mann stellte das sanfte Wesen der Kampftechniken heraus und schuf den Begriff des Judo. Die traditionellen, tödlichen Techniken strich er dabei ganz aus dem Programm.

Im Jahr 1882 legte Kano die ersten 40 Grundwürfe des Judo fest und gründete zugleich seine eigene Schule mit dem Namen Kodokan. Hier verbreitete er seine neue Lehre des sanften Weges, und auch heute noch gibt das Kodokan in Tokyo als älteste Judo-Schule Japans die Richtlinien vor, die für Judoverbände weltweit maßgeblich sind.

Kano Jigoros Lehre

Zentrale Grundwerte aus Jigoros Lehre waren zum einen, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen, aber auch seinen Meister zu ehren. So wurden in der Übungshalle, dem Dojo, überall große Bilder des Meisters an die Wände gehängt, und dieser saß seinen Schülern gegenüber immer ein bisschen erhöht.

Tritt- und Schlagübungen wurden aus dem Bewegungsprogramm gestrichen und dafür Fallübungen integriert. Wurfübungen spielten bereits eine große Rolle. Durch den Wegfall der härteren Techniken und durch die Fallschule verringerte sich die Verletzungsgefahr. Dies machte Judo für viele Japaner interessanter, sodass sich die Kampfkunst schnell zu einem beliebten Sport entwickelte.

Das moderne Judo

Im Lauf der Jahre hat sich aus der traditionellen Kampfkunst Judo ein moderner Wettkampfsport entwickelt. Manche kritisieren, dass dabei die Grundphilosophie etwas verloren gegangen ist, denn beim Wettkampf gelten ganz eigene, neue Regeln.

Seit 1956 werden im Judo Weltmeisterschaften ausgetragen und vier Jahre später wurde Judo olympisch. Im Rahmen der dritten Weltmeisterschaft in Paris wurden die ersten japanischen Athleten von einem Europäer besiegt. Der Judo-Sport war endgültig in der westlichen Welt angekommen und etablierte sich weiter.

Über den Sieg in einem Wettkampf entscheiden nicht mehr die praktische und spirituelle Lehre bei einem traditionellen Meister, sondern professionelles Wettkampftraining, Taktik und effiziente Technik. Gekämpft wird zudem in unterschiedlichen Gewichtsklassen. Trotz all der Veränderungen steckt aber immer noch sehr viel von Jigoros Grundlehre aus dem 19. Jahrhundert im heutigen Judo-Sport.

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